Virtual Reality als Non-Geek

Normalerweise käme ich ja nie auf die Idee, eine Lokalität aufzusuchen, um Virtual Reality-Brillen auszuprobieren, aber mein Mann stellt sicher, dass ich immer am Zahn der Zeit bin. Deswegen berichte ich dieses Mal über meinen Besuch in einer Virtual Reality Lounge.

Das Vrei sieht von außen wie eine normale Bar aus, die eventuell noch ein paar Finishing Touches von einem Innenarchitekten benötigen würde. Aber bei unserem Besuch ging es ja nicht um die Atmosphäre, sondern um die Virtuelle Realität.

Das Publikum würde ich als „techy“ beschreiben (ein Begriff, der euch aus der Radiowerbung vielleicht geläufig ist). Das Personal hinter der Bar war sofort sehr hilfsbereit und hat uns gleich mal eingewiesen, was es hier zu erleben gibt. Es stehen etliche mobile VR-Brillen zur Verfügung, die man direkt am Tisch ausprobieren kann (leider waren bei unserem Besuch gerade alle in Verwendung). Zusätzlich gibt es in einer Ecke des Lokals die Möglichkeit, in der virtuellen Realität Rennauto zu fahren oder eine nicht-mobile VR-Brille zu testen. Und natürlich gab’s auch was zu trinken – ist ja schließlich auch ne Bar.

Ich habe die nicht-mobile VR-Brille ausprobiert. Anfangs saß man vor einem Schreibtisch und konnte dort Gegenstände aufheben bzw. herumschieben. Wenn ich meine wirklichen Hände auf Augenhöhe hob, so waren auch in der Virtual Reality Hände zu sehen (sahen allerdings wie Männerhände aus und hörten beim Handgelenk wieder auf – war witzig). So konnte ich also ein Buch „aufheben“. Im zweiten Teil der Simulation änderte sich immer das Bild, sobald man wegschaute. Ich saß also mal in einem Wohnzimmer, schwebte im Weltall, stand in einer Großstadt auf der Straße und saß auf einem Gerüst eines Hochhauses. Ich muss sagen, es war alles sehr real.

Mein Mann hat sich hinters Steuer geklemmt und ist einen Rennparcours gefahren. Dafür ist ein Cockpit aufgebaut inkl. Gas- und Bremspedal, sowie beweglichem Sitz. Im Gespräch mit dem Besitzer haben wir erfahren, dass einem übel werden würde, wenn der Sitz sich nicht mit der Situation mitbewegen würde (vergleichbar mit der Situation, wenn man beim Autofahren liest). Deswegen werden wohl mehr Spiele für VR-Brillen entwickelt werden, bei denen man sich selbst im Raum bewegt im Vergleich zu Spielen, die nur im Sitzen zu bedienen sind. Was man nicht alles dazulernt.

All jene, die gerade die VR-Brillen nicht aufhaben, können das Geschehen auf einem Bildschirm verfolgen.

2016-03-17 21.06.16

Nach einiger Zeit war es für mich zugegebenermaßen nur mehr medium-spannend. Aber ich schlürfte einfach noch in Ruhe an meinem Gin Tonic, während sich mein Mann ganz begeistert mit dem Eigentümer unterhielt. Ich werde hier wohl kein Stammgast werden, aber ich kann jetzt schon etwas mehr verstehen, warum Videospiel-Begeisterte die Markteinführung von VR-Brillen und -Spielen sehnsüchtig herbeisehnen.

Fazit: Eine klare Empfehlung für alle Virtual Reality-Interessierten und jene Mädls unter euch, die den Geburtstag der besseren Hälfte vergessen haben oder sonst euren Männern eine Freude machen wollen 😉

Wo ist das genau? VREI, Lindengasse 53, 1070 Wien

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