Ein Wochenende in Cannes

Eine schöne Altstadt, meilenweite Sandstrände und ein vibrierendes Nachtleben – was will man mehr?

Cannes ist eine meiner Lieblingsdestinationen für Wochenendtrips, weswegen es mich auch schon zweimal dorthin verschlagen hat. Mich spricht vor allem die Altstadt mit ihren engen Gässchen und netten Cafés an und ich verbringe gern Zeit am Strand (Croisette), der von einer langen Promenade gesäumt wird.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man im Flugzeug Strandliege und Sonnenschirm unterbringt, gibt es zwei Bereiche am Strand, wo es gestattet ist, selbst sein Handtuch auszubreiten. Der größte Teil des Strandes wird allerdings von den Hotels verwaltet, wo Liegen und Sonnenschirme eine ordentliche Stange Geld kosten (ab ca. 20 EUR pro Tag) und man in der Hauptsaison sogar vorreservieren sollte. Bei unserem ersten Cannes-Besuch an einem verlängerten Wochenende im August (mehr Hauptsaison geht gar nicht) fanden wir keine einzige freie (überteuerte) Liege an einem der Hotelstrände und ließen uns deswegen am Strand der Stadt Cannes nieder (jeweils fast am Ende der Croisette gelegen), wo Liegen und Schirme nur ca. die Hälfte kosten. (Mehr Tipps zum Thema „Beste Jahreszeit“ gibt’s weiter unten.)

Lecker gegessen wird in Cannes eigentlich in der ganzen Altstadt. Wie wahrscheinlich in allen Ferienorten gilt: Je weiter man sich von der Strandpromenade entfernt, desto günstiger wird es. Viele tolle Lokale gibt es auch in der Rue Saint-Antoine.

Wer sich nach dem Essen und Schwimmen noch etwas kulturell weiterbilden möchte, schaut im Musée de la Castre vorbei, das in den Räumlichkeiten einer historischen Burg etwas oberhalb von Cannes untergebracht ist. Auch ohne Museumsbesuch zahlt es sich aus, auf die Anhöhe hinaufzugehen, da man von dort aus einen wunderbaren Ausblick über Cannes, den alten Hafen und die Croisette hat.

Um Cannes und Umgebung vom Meer aus zu sehen, verbrachten wir bei einem unserer Cannes-Aufenthalte einen ganzen Tag auf einem Katamaran (mit Rivage Croisière). Der Veranstalter hat sowohl Ganztages-, Halbtages- als auch Sonnenuntergangscruises im Programm.

(Antialkoholische) Getränke und das Mittagsbuffet waren im Paketpreis inkludiert, aber wir sahen auch kleinere Boote, die in den Buchten direkt vom Wasser aus gekühlte Getränke, Snacks und sogar frische Steinofenpizza verkauften – war auf jeden Fall ein lustiges Erlebnis, statt aus einem Icecream-Truck (wie zB. in den USA) von einem Snack-Boot ein Eis zu kaufen 😉

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Wir hatten Glück den Ausflug in der Vorsaison gemacht zu haben, so konnte sich jeder Besucher am Katamaran ein gemütliches Plätzchen suchen und sich ausbreiten. Am Vormittag ankerten wir zwischen den beiden Inseln, Île Sainte-Marguerite und Île Saint-Honorat.

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Man bot uns an, mit dem Beiboot zur Insel Île Saint-Honorat zu bringen, und so konnten wir vorm Mittagessen noch einen Spaziergang machen. Vor Cannes sind zwei Inseln vorgelagert, diese ist die kleinere von beiden (Umrundung in ca. 1-2 Stunden je nach Gehgeschwindigkeit). Wie in früheren Zeiten wird noch immer Wein angebaut, aber heute leben nur noch ca. 20-30 Mönche auf der Insel (früher bis zu 500).

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Die beiden Inseln, Île Sainte-Marguerite und Île Saint-Honorat sind auch direkt per Fähre von Cannes aus erreichbar erreichbar (Kosten ca. 15 EUR pro Person für Hin- und Retourfahrt). Wir verbrachten einen Tag auf Île Sainte-Marguerite und wanderten einmal rund um die Insel. Die Wege sind größtenteils schattig und es gibt eine Vielzahl an Picknickplätze mit tollen Aussichten. Einige Besucher hatten auch Badesachen dabei und ließen sich in einer der vielen Buchten nieder.

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Zurück zur besten Reisezeit für einen Aufenthalt in Cannes: In der zweiten Mai-Hälfte findet das Filmfestival statt, wo man zwar eine Chance hat, Blicke auf Filmstars zu erhaschen, aber die Hotelpreise (bzw. Preise auf AirBnB) sind natürlich höher und die Stadt eher überlaufen. Im Juli und August spielt sich Ähnliches ab, wenn die Franzosen selbst Urlaub/Ferien haben und ans Meer kommen. Deswegen empfehle ich den Wochenendtrip möglichst in den Monat Juni zu legen. Und als sparsamer Cannes-Insider fährt man in der zweiten Juni-Hälfte, denn Mitte Juni öffnet der preiswertere Strandabschnitt der Stadt Cannes.

Ich bin ein großer Fan der Côte d’Azur und habe bei meinen beiden Besuchen noch viele weitere schöne Plätze in der Nähe von Cannes entdeckt. Mehr dazu gibt es in Kürze!

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